Robert-Burns-Supper 25.1.2019 ab 20.00 Uhr

Alles wie im letzten Jahr. Wir müssen allerdings gucken, ob es mit dem Dudelsack klappt.

Robert-Burns-Supper  26.1.2018


Musikalischer Abend zu Ehren des schottischen Nationaldichters Robert Burns

 

Wo: " Bi uns to Huus"

Wann: " Freitag, 26.1.2018, ab 19.00 Uhr

gemeinsames Buffet, Haggis und anderes

Spenden sind willkommen

1759-1796


Der Burns Supper ist in Schottland ein jährliches Fest zu Ehren des Dichters Robert Burns. Gehalten wird es an dessen Geburtstag, dem 25. Januar (Burns Night, im angelsächsischen Raum sind Gedenktage üblicherweise Geburts- und nicht Todestage.) Burns Suppers werden zu diesem Termin nicht nur in Schottland gehalten, sondern überall dort, wo die sehr erhebliche Anzahl von schottischen Migranten und ihren Kindern sich in der Welt niedergelassen haben, vor allem in Kanada, Nordirland, Australien und den Vereinigten Staaten.

Auf der Speisekarte steht immer das gleiche: Suppe, Haggis mit Steckrübe und Kartoffeln (neeps and tatties), und als Nachtisch ein Trifle. Wenigstens bei den Trinksprüchen wird Whiskygetrunken. Der formelle Teil des Abends folgt einem sehr ritualisierten Ablauf. Bevor der Haggis serviert wird, wird er auf einer Servierplatte feierlich vom Koch unter Begleitung eines im Kilt bekleideten Dudelsackspielers zum Rednertisch getragen, wo der Hausherr (oder der Wirt des Restaurants, in dem man die Burns Night feiert) das Burns-Gedicht The Address to a Haggis(siehe unten) vorträgt. Bei den Worten cut you up wi’ ready slight („dich mit schlichter Gewandtheit aufschlitzen“) in der dritten Strophe wird die Hülle aufgeschnitten, so dass die Innereien auslaufen und sich auf der ganzen Servierplatte verteilen.

Nach dem Essen wird eine Reihe von Reden gehalten, immer nach einer streng ritualisierten Ordnung. The Immortal Memory ist eine Gedenkrede an Burns, typischerweise mit literarischer Würdigung ausgewählter Gedichte und einer Bezugnahme auf die heutige Politik und Sittlichkeiten. Beim Toast to the Lassies darf ein ausgewählter Mann die Frauen böse auf den Arm nehmen, bevor er ihnen einen Trinkspruch widmet. Darauf darf eine der Frauen in ähnlich neckischem Ton antworten. Zwischendurch werden Gedichte und Lieder von Burns vorgetragen und -gesungen. ( Quelle : Wikipedia)

Ablauf eines Robert-Burns-Suppers

http://burnsnight.de/sample-page/die-literatur-gedichte-reden/

Host’s Welcome; Selkirk Grace; Address to a Haggis; Enjoy your meal!; Loyal Toast;Immortal memory to Robert Burns; Toast to the Lassies; Reply to the Toast to the Lassies; Céilidh– Scottish Dances

Selkirk Grace

 The Selkirk Grace  Das Selkirk Tischgebet
Some hae meat and canna eat,
And some wad eat that want it;
But we hae meat, and we can eat,
And sae let the Lord be thankit.
(wad = lack)

Der sitzt vor’m Mahl und leidet Qual,
Und der’s gern äß, entbehret es:
Doch wir hab’ns Mahl und keine Qual,
Drum: Dank, der Herr beschert es.

 

Address to a Haggis

http://burnsnight.de/sample-page/die-literatur-gedichte-reden/

 Original  German translation

Fair fa‘ your honest, sonsie face,
Great chieftain o‘ the puddin-race!
Aboon them a‘ ye tak your place,
Painch, tripe, or thairm:
Weel are ye wordy o‘ a grace
As lang‘s my arm.

(sonsie = jolly/cheerful; aboon = above; painch = stomach, thairm = intestine)

Schön dich zu sehen, altes Fettgesicht,
mächtiger Clanchef der Pudding-Rasse!
Über allem Anderen thronst du,
Magen, Därm´, gar Knorpel und Bindegeweb´:
Klar, bist du ´nen Ehrentoast wert,
So lang wie mein Arm.

The groaning trencher there ye fill,
Your hurdies like a distant hill,
Your pin wad help to mend a mill
In time o‘ need,
While thro‘ your pores the dews distil
Like amber bead.

(hurdies = buttocks)

Das gähnend´ Grabenloch da unten, füllst du
Mit deinen Hüften, sanft wie ferne Hügel
Dein Bolzen hilft, die Mühle dreh´n
Wenn´s zeitig nötig ist
Dieweil, durch deine Poren, Perlen schwitzen
Wie bernsteinfarbiger Rosenkranz.

His knife see rustic Labour dicht,
An‘ cut you up wi‘ ready slicht,
Trenching your gushing entrails bricht,
Like ony ditch;
And then, O what a glorious sicht,
Warm-reekin, rich!

(dicht = wipe, idea of sharpening; slicht = skill; reeking = steaming)

Messer geschärft seh´n wir kräft´ge Männer
Gekonnt dich aufschneiden,
Freilegen, deine quellenden Innereien,
Wie einen Wassergraben
Und dann, oh, welch´ ein wundervoller Anblick
Warmdampfend, reich!

Then, horn for horn, they stretch an‘ strive:
Deil tak the hindmaist! on they drive,
Till a‘ their weel-swall‘d kytes belyve,
Are bent like drums;
Then auld Guidman, maist like to rive,
„Bethankit“ hums.

(deil = devil; swall‘d = swollen; kytes = bellies; auld Guidman = man of the house; belyve = soon; rive = tear, i.e. burst)

Löffel für Löffel, langen sie aus, mit Verlangen:
Dem Teufel bleibt der letzte Zipfel.
Vorwärts geht’s, Bis all´ die rundgewölbten Bäuche,
Gespannt sind wie die Trommelfelle;
Dann, ältester Weiser, der gleich zu platzen droht,
Singe ein „Dankeschön“.

Is there that o‘re his French ragout
Or olio that wad staw a sow,
Or fricassee wad mak her spew
Wi‘ perfect scunner,
Looks down wi‘ sneering, scornfu‘ view
On sic a dinner?

(olio = stew, from Spanish olla‘/stew pot, staw = make sick; scunner = disgust)

Gibt´s hier jemand, der über fränzösisch´Ragout
Oder Ölgericht, das ranzig-gestockt, Zeit lässt für´s Klagen,
Oder Frikassee, das euch ausspucken lässt,
Voll hassender Verachtung,
Herunter sieht, spöttisch-bitter und verächtlich,
Auf solch´ ein Mahl?

Poor devil! see him ower his trash,
As feckless as a wither‘d rash,
His spindle shank, a guid whip-lash,
His nieve a nit;
Thro‘ bloody flood or field to dash,
O how unfit!

(nieve = fist; nit = louse‘s egg, i.e. tiny)

Armer Teufel! Seht ihn über seinem Mist
So mager wie ein trock´ner Stauch
Sein Spillerbein, ein Peitschenriemchen
Seine Faust ein Weiberknötchen:
Bei Sturmflut oder auf dem Dreschplatz
Oh, wie unpassend!

But mark the Rustic, haggis fed,
The trembling earth resounds his tread.
Clap in his wallie nieve a blade,
He‘ll mak it whistle;
An‘ legs an‘ arms, an‘ heads will sned,
Like taps o‘ thristle.

(wallie = mighty, nieve = fist; sned = cut off; thristle = thistle)

Doch sieh´ den Bauern, Haggis- genährt,
der Erdboden zittert, wiederhallt seinem Schritt,
Gieb´ in seine feste Hand ´ne Klinge,
Er wird sie pfeifen lassen,
Und Beine und Arme, und Köpfe schneiden,
Wie Distelblütkapseln

Ye Pow‘rs wha mak mankind your care,
And dish them out their bill o‘ fare,
Auld Scotland wants nae skinkin ware
That jaups in luggies;
But, if ye wish her gratefu‘ prayer,
Gie her a haggis!

(skinkin ware = watery soup; jaups = slops about, luggies = two-„eared“ (handled) continental bowls)

Ihr Mächte die ihr die Menschheit zum Geschäft euch nehmt,
Und ihnen des Schicksals Rechnung auftischt,
Alt-Schottland wünscht keine Wassersuppe
Die in den Schüsseln schwappt.
Aber, wenn ihr ihm segensreiche Gebete wünschen wolltet,
Gebt ihm ein Haggismahl.

 

https://nancycurteman.wordpress.com/2013/08/07/the-scottish-haggis-creature-or-sausage/

Haggis: was für ein Tier ist das eigentlich???
Es gibt

1. Den low-flying-Haggis der so schnell über die Highland-Heide fliegt, daß man ihn niemals zu Gesicht bekommt (stimmt, habe ihn auch noch nie gesehen)
2. Den left-driving-Haggis mit einem verkürzten linken Bein, damit er besser an den steilen Hängen der Highlands stehen kann ohne umzufallen. Allerdings verursache dieses kurze Bein immer eine linkslauf Drehung mit gelegentlichem „umfallen“. Wenn man also diesen left-driving-haggis fangen will, muß man ihn nur in das Flachland treiben, dann falle er um und ist ganz einfach einzusammeln. 😀
Um ihn anzulocken ahme man einfach nur den Paarungsruf nach, der täuschend echt nach Dudelsack klingt.
Da die Schotten erfahrungsgemäß viel Haggis essen, lernen eben viele auch den Dudelsack zu spielen.
Und somit sei nun auch das Geheimnis um den Dudelsack gelüftet.
Quelle: energyhealth.de